Montag, 1. März 2010
Noch einmal die grün-weiße Sonnenbrille
frank_lupin, 14:48h
Zurück in den eigenen vier Wänden, versuchen wir wieder den Weg in den Alltag zu finden. Sie hatten uns mit kühler Hand, dem Verdursten nahen Pflanzen, einer schier wahnsinnig hungrigen Waschmaschine und einem sehr spärlich gefüllten Kühlschrank willkommen geheißen. Nun, ein paar Stunden später flüstern die Pflanzen, da sie nicht aufdringlich erscheinen wollen, dass sie gerne etwas Wasser trinken würden oder in einen stillen Protest übergehen würden. Ich schaue mich um, entdecke die an der üblichen Position stehende, kleine und klitzekleine Gießkanne, nehme sie auf und gehe eine Runde Wasser spenden.
Die Waschmaschine hatte bereits ein reichliches Mahl - Hosen, Pullover, T-shirts, Unterwäsche - genossen und ist einstweilen nicht mehr quengelich. Die kühle Hand wurde in unsere Hände gelegt und gewärmt, geliebt, dass sie bereits wenig später, erst vereinzelt in kleinen Äderchen, dann flächig in der ganzen Hand, warm und kuschelig wurde. Der Kühlschrank würde gerne mehr Lebensmittel in sich beherbergen und so kleben wir ihm den Einkaufzettel an die Stirn, auf dass er sich versichern kann, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis es der Fall ist.
Ich setzte noch einmal die grün-weiße Sonnenbrille auf, die in der letzen Woche einen erwartungsgemäß guten Job gemacht hat. Will mich noch mal an alle Einzelheiten der vergangenen Tage erinnern, kann aber nicht mehr alles durch die Sonnenbrille sehen. Ich ziehe die vielen, wundervollen Bilder zur Beihilfe hinzu und es gelingt mir, schließlich doch einen Blick zurück zu werfen.
Unfassbar, traumhaft und unreal erscheinen sie mir.
Schweren Herzens lege ich langsam alles bei Seite, will den Blick nach vorne richten, auf die neuen Dinge die wieder kommen werden. Doch es fällt mir alles andere als leicht - in keiner Weise. Verliere mich im Blick nach vorn oder ist es doch der Blick zurück? Ich hänge irgendwo im Nirgendwo, komme nicht raus - vielleicht will ich es auch nicht.

Die Waschmaschine hatte bereits ein reichliches Mahl - Hosen, Pullover, T-shirts, Unterwäsche - genossen und ist einstweilen nicht mehr quengelich. Die kühle Hand wurde in unsere Hände gelegt und gewärmt, geliebt, dass sie bereits wenig später, erst vereinzelt in kleinen Äderchen, dann flächig in der ganzen Hand, warm und kuschelig wurde. Der Kühlschrank würde gerne mehr Lebensmittel in sich beherbergen und so kleben wir ihm den Einkaufzettel an die Stirn, auf dass er sich versichern kann, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis es der Fall ist.
Ich setzte noch einmal die grün-weiße Sonnenbrille auf, die in der letzen Woche einen erwartungsgemäß guten Job gemacht hat. Will mich noch mal an alle Einzelheiten der vergangenen Tage erinnern, kann aber nicht mehr alles durch die Sonnenbrille sehen. Ich ziehe die vielen, wundervollen Bilder zur Beihilfe hinzu und es gelingt mir, schließlich doch einen Blick zurück zu werfen.
Unfassbar, traumhaft und unreal erscheinen sie mir.
Schweren Herzens lege ich langsam alles bei Seite, will den Blick nach vorne richten, auf die neuen Dinge die wieder kommen werden. Doch es fällt mir alles andere als leicht - in keiner Weise. Verliere mich im Blick nach vorn oder ist es doch der Blick zurück? Ich hänge irgendwo im Nirgendwo, komme nicht raus - vielleicht will ich es auch nicht.

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Freitag, 19. Februar 2010
Keine 3 Stunden, Urlaub - wir kommen!
frank_lupin, 13:37h
Hektik verbreitet sich bei mir und den Gedanken, jetzt, so kurz vor der Abreise. Keine 3 Stunden mehr und wir gleiten auf der Autobahn, an einigen hundert Pollern vorbei, zum ersten Haltepunkt. Treffen unseren Mitreisenden, der die ganze Sache in die Wege geleitet hat, verschnaufen nochmal kurz, trinken Kaffee und überlegen zusammen wie es wohl werden wird, auf dem Kahn. Werden wir es wie der Vogel Reiher halten oder uns wie die Wale und Fische der Weltmeere, wie zu Hause fühlen?
Im Moment ist erstmal Reste packen angesagt und das mit einer gewissen Ruhe. Schließlich hat man über die Jahre des Reisens mit den Eltern gelernt, wie und wann man packt. Also bringt uns nichts mehr aus der Bahn, auch wenn die bessere Hälfte, wie angestochen umherläuft, wie eine Löwin brüllt, wenn man zu lange wartet nach ihrem Rufen, wie ein Floh hin und her springt und Chaos verbreiten will. Nichts da! Hier heißt es Geduld beweisen und einfühlsam sein. Verständnisvoll wird ihrem Ruf schnellst möglich nachgegangen, werden letzte Ratschläge erteilt. Sie braucht es nicht mehr auszusprechen, denn kaum stehe ich im Schlafzimmer, nachdem ich den 3000m Hindernisslauf durch die Wohnung geschafft habe, zeigt sie nur auf das Bett, wo bereits eine schwarze Hose und ein weißes und blaues Shirt liegen. Meine Entscheidung ist schnell getroffen und ich richte meinen Finger gezielt auf das weiße Shirt aus. Nun schwinge ich mich wieder zurück über die Buckelpiste und schaue auf meinen, binnen 5 Minuten gepackten Rucksack, der als Handgepäck dienen wird und denke, eigentlich bist du fertig - schreibste noch was im Blog.
Meine Reisetasche hatten die Gedanken und ich bereits gestern Abend gepackt, verblüffend schnell wie immer. Ja gut, was heist schnell? Im Vergleich zu einem 100m Sprint sicherlich sehr langsam, aber im Vergleich zur allmorgendlichen, längeren warmen Dusche, um mich mit Energie aufzuladen - da fühle ich mich manchmal wie ein Reptil, das sich in der Sonne auflädt um spritzig für den Tag zu sein- , sicherlich eine Ecke schneller. Alles mit einer Leichtigkeit und Lockerheit, dass die bessere Hälfte immer nur mit einem fragenden Gesichtsausdruck daneben steht. Wir sahen uns kurz an, als ich fertig gepackt hatte, verharrten 3 Sekunden in diesem Anstarren, hatten nichts gesagt und doch so viel ausgetauscht.
Jetzt schnappe ich mir meine grün-weiße Sonnenbrille, mit der man, ohne dass es Winter sein muss, viel Aufmerksamkeit bekommen würde und setze sie mir auf die Nase, womit alle Vorbereitungen abgeschlossen sind. Urlaub, mach dich auf was gefasst, wir kommen!
Im Moment ist erstmal Reste packen angesagt und das mit einer gewissen Ruhe. Schließlich hat man über die Jahre des Reisens mit den Eltern gelernt, wie und wann man packt. Also bringt uns nichts mehr aus der Bahn, auch wenn die bessere Hälfte, wie angestochen umherläuft, wie eine Löwin brüllt, wenn man zu lange wartet nach ihrem Rufen, wie ein Floh hin und her springt und Chaos verbreiten will. Nichts da! Hier heißt es Geduld beweisen und einfühlsam sein. Verständnisvoll wird ihrem Ruf schnellst möglich nachgegangen, werden letzte Ratschläge erteilt. Sie braucht es nicht mehr auszusprechen, denn kaum stehe ich im Schlafzimmer, nachdem ich den 3000m Hindernisslauf durch die Wohnung geschafft habe, zeigt sie nur auf das Bett, wo bereits eine schwarze Hose und ein weißes und blaues Shirt liegen. Meine Entscheidung ist schnell getroffen und ich richte meinen Finger gezielt auf das weiße Shirt aus. Nun schwinge ich mich wieder zurück über die Buckelpiste und schaue auf meinen, binnen 5 Minuten gepackten Rucksack, der als Handgepäck dienen wird und denke, eigentlich bist du fertig - schreibste noch was im Blog.
Meine Reisetasche hatten die Gedanken und ich bereits gestern Abend gepackt, verblüffend schnell wie immer. Ja gut, was heist schnell? Im Vergleich zu einem 100m Sprint sicherlich sehr langsam, aber im Vergleich zur allmorgendlichen, längeren warmen Dusche, um mich mit Energie aufzuladen - da fühle ich mich manchmal wie ein Reptil, das sich in der Sonne auflädt um spritzig für den Tag zu sein- , sicherlich eine Ecke schneller. Alles mit einer Leichtigkeit und Lockerheit, dass die bessere Hälfte immer nur mit einem fragenden Gesichtsausdruck daneben steht. Wir sahen uns kurz an, als ich fertig gepackt hatte, verharrten 3 Sekunden in diesem Anstarren, hatten nichts gesagt und doch so viel ausgetauscht.
Jetzt schnappe ich mir meine grün-weiße Sonnenbrille, mit der man, ohne dass es Winter sein muss, viel Aufmerksamkeit bekommen würde und setze sie mir auf die Nase, womit alle Vorbereitungen abgeschlossen sind. Urlaub, mach dich auf was gefasst, wir kommen!
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