... newer stories
Samstag, 3. April 2010
Einkaufsfläche, gebt uns mehr Einkaufsfläche!
frank_lupin, 16:56h
Ich bin vor einigen Jahren nach Dresden gezogen, um hier studieren zu können. Die Stadt selbst lernte ich schnell schätzen. Ein wunderschöner Altstadtteil und auf der anderen Elbseite die multikulturelle Neustadt - einfach herrlich. Eine breite Vielfalt an Architektur und Freiräumen zeichnet diese Stadt aus und macht sie dadurch so interessant. Noch immer werden Lücken in der Bebauung geschlossen, die während und nach dem 2ten Weltkrieg entstanden sind. Der Kern der Stadt - welcher als 26er Ring bezeichnet wird - bekommt die meiste Aufmerksamkeit zugesprochen. Er repräsentiert im Groben die Umrisse der "ursprünglichen" Stadt mit ihren ehemaligen Wallanlagen. Da man solche Verteidigungsanlagen heute nicht mehr benötigt, zeichnet man sie mit stadtgestalterischen Mitteln nach. Im Falle Dresdens ist es eine 2 linige Baumreihe, die sich von der St. Petersburgerstraße über den Doktor-Külz-Ring hin zur Marienstraße ersteckt - zumindest teilweise.
Aber die Zukunft kennt kein Halten, denn der nächste Schritt ist bereits seit Langem geplant. In der Marienstraße soll der noch bestehende Parkplatz bald Geschichte werden und durch eine Blockstruktur ersetzt werden. Und HURAA!!! natürlich mit ganz, ganz vielen neuen Geschäften und ein wenig Wohnen obendrüber.
Neben der neu errichteten Centrums-Galerie auf der Prager Straße, der Erweiterung der Altmarkt-Galerie an der Willsdruffer Straße, sowie der bereits bestehenden Altmarkt-Galerie, der Prager Straße shopping-mile und dem neu entstandenen Neumarkt-Viertel ist das sicherlich eine gute Entscheidung der Stadt Dresden.
Interressant bei der bereits bestehenden Planung seitens der Stadt, ist die Frage der Erschließung. Zukünftig soll man nur noch vom Doktor-Külz-Ring her an die Tiefgarage der Altmarkt-Galerie kommen. Wenn man dann weiß, wie dieser zu Stoßzeiten bereits überläuft, sind Argumentationen wie:
"Der Verkehr sucht sich schon seinen Weg."
"Die Autofahrer werden damit schnell klar kommen."
eigentlich untragbar.
Verscheucht man mit solchen Planungen nicht Touris, die "einfach mal so" in die Stadt kommen wollen?
Und nachdem wir dann die schöne barocke Stadt mit mannighaften Einkaufsmöglichkeiten und zugestopften Straßen überschüttet haben, können die Besucher demnächst nach eben dieser wühlen. Vielleicht finden sie auch ein paar sehenswerte Gebäude, ich drücke ihnen jedenfalls die Daumen.
.... vielleicht kommt aber auch Alles ganz anders. Studenten der HTW-Dresden erarbeiten derzeit eine mögliche B-Variante mit einer Stadthaus-Bebauung (neudeutsch: Townhouses) entlang der Straßenbahntrasse. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich Dresden weiter entwickeln wird.
Aber die Zukunft kennt kein Halten, denn der nächste Schritt ist bereits seit Langem geplant. In der Marienstraße soll der noch bestehende Parkplatz bald Geschichte werden und durch eine Blockstruktur ersetzt werden. Und HURAA!!! natürlich mit ganz, ganz vielen neuen Geschäften und ein wenig Wohnen obendrüber.
Neben der neu errichteten Centrums-Galerie auf der Prager Straße, der Erweiterung der Altmarkt-Galerie an der Willsdruffer Straße, sowie der bereits bestehenden Altmarkt-Galerie, der Prager Straße shopping-mile und dem neu entstandenen Neumarkt-Viertel ist das sicherlich eine gute Entscheidung der Stadt Dresden.
Interressant bei der bereits bestehenden Planung seitens der Stadt, ist die Frage der Erschließung. Zukünftig soll man nur noch vom Doktor-Külz-Ring her an die Tiefgarage der Altmarkt-Galerie kommen. Wenn man dann weiß, wie dieser zu Stoßzeiten bereits überläuft, sind Argumentationen wie:
"Der Verkehr sucht sich schon seinen Weg."
"Die Autofahrer werden damit schnell klar kommen."
eigentlich untragbar.
Verscheucht man mit solchen Planungen nicht Touris, die "einfach mal so" in die Stadt kommen wollen?
Und nachdem wir dann die schöne barocke Stadt mit mannighaften Einkaufsmöglichkeiten und zugestopften Straßen überschüttet haben, können die Besucher demnächst nach eben dieser wühlen. Vielleicht finden sie auch ein paar sehenswerte Gebäude, ich drücke ihnen jedenfalls die Daumen.
.... vielleicht kommt aber auch Alles ganz anders. Studenten der HTW-Dresden erarbeiten derzeit eine mögliche B-Variante mit einer Stadthaus-Bebauung (neudeutsch: Townhouses) entlang der Straßenbahntrasse. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich Dresden weiter entwickeln wird.
... link (0 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 1. April 2010
Tiefes Durchatmen
frank_lupin, 11:46h
Heute ist es mein 60ter geworden. Ich komme nicht um hin, einzusehen, dass es auch gleichzeitig eine Tiefphase ist. Obwohl man täglich Zeit hätte, schwirren meine Gedanken doch immer um etwas ganz Anderes herum. Die Zeit vergeht währendessen so schnell, dass ich, kaum den Morgenkaffee angesetzt, schon wieder im abendlichen Bett liege. Da kommt dann plötzlich das Tages-Resumee und ich weiß, was ich vergessen habe.
Das ist auch so eine Besonderheit. Wenn ich ins Bett gehe, fallen mir tausend Sachen ein, die man schreiben könnte und ich notiere sie mir auf einem innerlichen Notizblock. Am nächsten Morgen ist es kein Notizblock mehr, sondern ein Stapel "Abreiß-Klebe-Blättchen", auf dem das erste Blatt abgezogen worden ist. Alles ist weg, nichts ist mehr da. Im Lauf des Tages kann man versuchen, diese Notizen wieder zu finden, doch das Glück habe ich nur in den seltensten Fällen.
Vielleicht sollte ich mir eine kleine Tafel an die Wand neben meinem Bett hängen, auf der ich abends meine Ideen festhalten kann. Ob das Geräusch der Kreide dann allerdings meine Freundin glücklich macht, wage ich zu bezweifeln.
Heut ist aber erstmal der 1te April und das sollte ich nach dem Schreiben hier noch nutzen. Kommt schließlich nur jedes Jahr einmal, dieser Tag.
Das ist auch so eine Besonderheit. Wenn ich ins Bett gehe, fallen mir tausend Sachen ein, die man schreiben könnte und ich notiere sie mir auf einem innerlichen Notizblock. Am nächsten Morgen ist es kein Notizblock mehr, sondern ein Stapel "Abreiß-Klebe-Blättchen", auf dem das erste Blatt abgezogen worden ist. Alles ist weg, nichts ist mehr da. Im Lauf des Tages kann man versuchen, diese Notizen wieder zu finden, doch das Glück habe ich nur in den seltensten Fällen.
Vielleicht sollte ich mir eine kleine Tafel an die Wand neben meinem Bett hängen, auf der ich abends meine Ideen festhalten kann. Ob das Geräusch der Kreide dann allerdings meine Freundin glücklich macht, wage ich zu bezweifeln.
Heut ist aber erstmal der 1te April und das sollte ich nach dem Schreiben hier noch nutzen. Kommt schließlich nur jedes Jahr einmal, dieser Tag.
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 23. März 2010
Jedes Jahr die gleiche Erkenntnis.
frank_lupin, 19:26h
Kaum kommen die ersten warmen und langanhaltenden Sonnenstrahlen bis zu uns durch, will man wieder Bäume ausreißen. Toll! Es passte also wie die Faust aufs Auge, dass auch meine bessere Hälfte mal etwas Zeit hatte. Naja, vielleicht nicht so viel Zeit, aber die paar Sonnenstrahlen mussten wir einfach gemeinsam erhaschen. Schließlich arbeitet es sich auch viel besser, wenn man gut gelaunt ist und die Vitamin D Produktion wieder in die Gänge kommt. Wir schnappten uns kurzerhand ein paar Kleinigkeiten, die wir in meinen Rucksack beförderten und machten uns daran, die Räder zu entstauben. Einmal kurz drüber gepustet. Fertig.
"Wohin?"
"Hmm, lass mal irgendwo an die Elbe fahren."
5 Minuten später waren wir an der Elbe entlang unterwegs und kurze Zeit später hatten wir auch ein Fleckchen zum Ausbreiten gefunden. Dort die Decke mit einem Schnalzer schnell entfaltet und ausgebreitet. Was sich allerdings leichter anhört, als es letztendlich war. Matschige Wiese, die zu guten Teilen mit Tretmienen geteert war. Aber davon lassen wir uns nicht abschrecken! Hehe...
Herrlich war es, als wir da so gesessen haben und Klärchen uns auf den Buckel geschienen, ja förmlich gebrannt hat. Mit reichlich Energie aufgetankt, ging es zu der, nicht weit entfernten, Baumgruppe, denn ich hatte ja noch etwas vor. Meine Arme haben den Baum fest umschlungen, nachdem ich in die Hocke gegangen war. Nun, Konzentration. Kräfte sammeln, denn einen Baum reißt man nicht alle Tage aus! Die Gedanken hatten sich schon eins ins Fäustchen gelacht, aber das war mir in diesem Moment egal.
Da wir doch nicht so allein waren, wie eigentlich angenommen, müssen einige Passanten einen komischen Eindruck von mir gewonnen haben, als sie mich in dieser Hockhaltung am Baum klebend gesehen haben. Aber ich bin ja froh, dass keiner gerufen hat:
"Noch nie im Wald k..... gewesen was?!"
Worauf ich entgegnet hätte:
"Hau bloß ab oder ich schmeiß den Baum auf dich!"
Kam aber nicht dazu. Machte wohl einen zu kümmerlichen Eindruck.
Nach der kleinen Konzentrationsphase hatte ich schließlich zum Ausreißen angesetzt - vergeblich. Das sture Ding wehrte sich, indem es sich mit seinen Wurzeln, wie Füßen, im Erdboden festkrallte. Alles Ziehen und Fluchen, wieder ziehen und fluchen half nichts. Ich gab mich aber nicht geschlagen und knickte dem Baum zur Strafe einen Ast um. "Pah!" dachte ich mir. "Pah!" dachte wahrscheinlich auch der Baum.
Baum: "Oh Mann, wer hat bloß diesen Spruch in die Welt gesetzt, jedes Jahr das Gleiche."
Etwas geschmälter marschierte ich zur Decke zurück und genoss noch einige Minuten das Sonnenbad, bevor es wieder nach Hause ging.
Lasst euch also sagen: "Bäume ausreißen klappt nicht, ich habs probiert." ;-)
"Wohin?"
"Hmm, lass mal irgendwo an die Elbe fahren."
5 Minuten später waren wir an der Elbe entlang unterwegs und kurze Zeit später hatten wir auch ein Fleckchen zum Ausbreiten gefunden. Dort die Decke mit einem Schnalzer schnell entfaltet und ausgebreitet. Was sich allerdings leichter anhört, als es letztendlich war. Matschige Wiese, die zu guten Teilen mit Tretmienen geteert war. Aber davon lassen wir uns nicht abschrecken! Hehe...
Herrlich war es, als wir da so gesessen haben und Klärchen uns auf den Buckel geschienen, ja förmlich gebrannt hat. Mit reichlich Energie aufgetankt, ging es zu der, nicht weit entfernten, Baumgruppe, denn ich hatte ja noch etwas vor. Meine Arme haben den Baum fest umschlungen, nachdem ich in die Hocke gegangen war. Nun, Konzentration. Kräfte sammeln, denn einen Baum reißt man nicht alle Tage aus! Die Gedanken hatten sich schon eins ins Fäustchen gelacht, aber das war mir in diesem Moment egal.
Da wir doch nicht so allein waren, wie eigentlich angenommen, müssen einige Passanten einen komischen Eindruck von mir gewonnen haben, als sie mich in dieser Hockhaltung am Baum klebend gesehen haben. Aber ich bin ja froh, dass keiner gerufen hat:
"Noch nie im Wald k..... gewesen was?!"
Worauf ich entgegnet hätte:
"Hau bloß ab oder ich schmeiß den Baum auf dich!"
Kam aber nicht dazu. Machte wohl einen zu kümmerlichen Eindruck.
Nach der kleinen Konzentrationsphase hatte ich schließlich zum Ausreißen angesetzt - vergeblich. Das sture Ding wehrte sich, indem es sich mit seinen Wurzeln, wie Füßen, im Erdboden festkrallte. Alles Ziehen und Fluchen, wieder ziehen und fluchen half nichts. Ich gab mich aber nicht geschlagen und knickte dem Baum zur Strafe einen Ast um. "Pah!" dachte ich mir. "Pah!" dachte wahrscheinlich auch der Baum.
Baum: "Oh Mann, wer hat bloß diesen Spruch in die Welt gesetzt, jedes Jahr das Gleiche."
Etwas geschmälter marschierte ich zur Decke zurück und genoss noch einige Minuten das Sonnenbad, bevor es wieder nach Hause ging.
Lasst euch also sagen: "Bäume ausreißen klappt nicht, ich habs probiert." ;-)
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories