Donnerstag, 1. April 2010
Tiefes Durchatmen
Heute ist es mein 60ter geworden. Ich komme nicht um hin, einzusehen, dass es auch gleichzeitig eine Tiefphase ist. Obwohl man täglich Zeit hätte, schwirren meine Gedanken doch immer um etwas ganz Anderes herum. Die Zeit vergeht währendessen so schnell, dass ich, kaum den Morgenkaffee angesetzt, schon wieder im abendlichen Bett liege. Da kommt dann plötzlich das Tages-Resumee und ich weiß, was ich vergessen habe.

Das ist auch so eine Besonderheit. Wenn ich ins Bett gehe, fallen mir tausend Sachen ein, die man schreiben könnte und ich notiere sie mir auf einem innerlichen Notizblock. Am nächsten Morgen ist es kein Notizblock mehr, sondern ein Stapel "Abreiß-Klebe-Blättchen", auf dem das erste Blatt abgezogen worden ist. Alles ist weg, nichts ist mehr da. Im Lauf des Tages kann man versuchen, diese Notizen wieder zu finden, doch das Glück habe ich nur in den seltensten Fällen.

Vielleicht sollte ich mir eine kleine Tafel an die Wand neben meinem Bett hängen, auf der ich abends meine Ideen festhalten kann. Ob das Geräusch der Kreide dann allerdings meine Freundin glücklich macht, wage ich zu bezweifeln.

Heut ist aber erstmal der 1te April und das sollte ich nach dem Schreiben hier noch nutzen. Kommt schließlich nur jedes Jahr einmal, dieser Tag.

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