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Samstag, 17. April 2010
Schwarz auf Weiß
frank_lupin, 17:53h
Der Bleistift liegt in der Hand und durch die Bewegungen eben dieser entstehen die verschiedensten Linien. Sie zeichnen sich auf der ausgebreiteten Skizzenrolle ab und nach und nach entsteht daraus ein Bild, ein Grundriss. Ist es der Grundriss, den ich so lange gesucht habe? Wird er den Anforderungen gerecht werden?
Es plagt die Ungewissheit, solange ich darauf keine Antwort erhalte. Die Antwort aber lässt noch etwas auf sich warten. Sie versteckt sich zwischen und hinter vielen anderen Ideen, die nach vorn drängen, um endlich verewigt zu werden.
Ich lasse den Grundriss kurz Grundriss sein. Schlage ein anderes Format für Skizzen auf und wechsle in einen völlig anderen Bereich. Der Bleistift wird frisch angespitzt und geschärft in die andere Hand - die Schreibende - gelegt. Die rechte Hand greift unbestimmt auf dem Schreibtisch herum, wühlt, sucht, findet schließlich das Gesuchte und führt die wiedergefundene Sonnenbrille an ihren Bestimmungsort. Die Musik im Hintergrund verändert sich, denn plötzlich nimmt sie nicht mehr den ganzen Raum ein, in dem ich mich befinde, sondern legt sich allein um meine Ohren.
Ich schreibe, schreibe mit Schwarz auf den leeren weißen Seiten. Die ersten Zeilen sind noch schwierig, da sich der Bleistift umstellen und der Kopf einstellen muss, doch dann gleitet es dahin. Es entwickelt sich eine kleine Geschichte:
Paul steht auf dem Fensterbrett. Er genießt jeden Tag die kräftestrahlende Sonne, die ihn Stück für Stück größer werden lässt. War er vor ein paar Wochen noch klein und unscheinbar, nimmt er nun die halbe Fensterbank ein. Er drückt und schiebt und erobert sich immer mehr Platz. Täglich wächst er, täglich trinkt er, täglich säubert und produziert er. Eines Tages macht ein Vogel Station vor seinem Fenster. Als dieser nach einem langen, ausgedehnten Sonnenbad davon fliegt ist er auf ihn neidisch. Die Welt von oben sehen, das würde auch Paul gerne einmal können...
- der Bleistifft will nicht mehr, meint, eine Pause machen zu wollen und ich gebe ihm nach.
Es plagt die Ungewissheit, solange ich darauf keine Antwort erhalte. Die Antwort aber lässt noch etwas auf sich warten. Sie versteckt sich zwischen und hinter vielen anderen Ideen, die nach vorn drängen, um endlich verewigt zu werden.
Ich lasse den Grundriss kurz Grundriss sein. Schlage ein anderes Format für Skizzen auf und wechsle in einen völlig anderen Bereich. Der Bleistift wird frisch angespitzt und geschärft in die andere Hand - die Schreibende - gelegt. Die rechte Hand greift unbestimmt auf dem Schreibtisch herum, wühlt, sucht, findet schließlich das Gesuchte und führt die wiedergefundene Sonnenbrille an ihren Bestimmungsort. Die Musik im Hintergrund verändert sich, denn plötzlich nimmt sie nicht mehr den ganzen Raum ein, in dem ich mich befinde, sondern legt sich allein um meine Ohren.
Ich schreibe, schreibe mit Schwarz auf den leeren weißen Seiten. Die ersten Zeilen sind noch schwierig, da sich der Bleistift umstellen und der Kopf einstellen muss, doch dann gleitet es dahin. Es entwickelt sich eine kleine Geschichte:
Paul steht auf dem Fensterbrett. Er genießt jeden Tag die kräftestrahlende Sonne, die ihn Stück für Stück größer werden lässt. War er vor ein paar Wochen noch klein und unscheinbar, nimmt er nun die halbe Fensterbank ein. Er drückt und schiebt und erobert sich immer mehr Platz. Täglich wächst er, täglich trinkt er, täglich säubert und produziert er. Eines Tages macht ein Vogel Station vor seinem Fenster. Als dieser nach einem langen, ausgedehnten Sonnenbad davon fliegt ist er auf ihn neidisch. Die Welt von oben sehen, das würde auch Paul gerne einmal können...
- der Bleistifft will nicht mehr, meint, eine Pause machen zu wollen und ich gebe ihm nach.
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