Donnerstag, 10. Juni 2010
Kreislauf der halben Sachen.
frank_lupin, 01:33h
Es war einmal ein Paar, welches sich unter dem nächtlichen Sternenhimmel ihrer hemmungslosen Liebe hingab. Von der sternenklaren Nacht wurde ER allerdings immer mehr abgelenkt und konnte sich nicht richtig auf SIE konzentrieren. Nach ein wenig Fummelei und 2-3 spaßraubenden, statt spaßbringenden Stellungen, erlangte er seinen Höhepunkt. Sie war gerade mal halbsoweit gekommen.
Der Werdegang des Kindes ist schnell erzählt, ja doppelt so schnell wie gewöhnliche Lebensläufe, denn er ist nur halb so lang. Es trank immer nur von einer Brust, es wurde nur halb so groß wie die anderen Kinder, es beherrscht nur das halbe ABC, es erblindete auf einem Auge, es isst immer nur die Hälfte von dem, was auf den Teller kommt, es machte irgendwie einen halben Abschluss in Politikwissenschafften, Germanistik, Informatik und Betriebswirtschaftslehre. Man fragte sich wie es das Kind doch nur soweit bringen konnte, mit seinem halb gehaltvollen Leben.
Man sagte diesem Menschen nun, dass er einmal vieles verändern könne. Der Mensch machte sich so gleich daran die Geschicke des Staates zu begutachten und philosophierte über mögliche Verbesserungen. Nach kurzer Zeit hatte der Mensch einen ersten Vorschlag.
"Wir sollten die GEZ reformieren. Ein längst überholtes Relikt, das wir seit vielen Jahren mit uns führen. Für jedes Gerät extra zahlen und doppelt abgreifen wenn "Junior" noch zu Hause wohnt, kann man nicht stehen lassen. Für Nebenwohnsitze auch Gebüren verlangen - aber etwas weniger als beim Hauptwohnsitz - sollte man auch mal überdenken."
Er sagte desweiteren, dass es ein gerechtes und einheitliches System werden müsse. Man muss sich auch mal trauen Veränderungen zu machen.
-> Ein Haushalt eine Anmeldung. Läuft auf den Namen des Haushaltführers ein Nebenhaushalt, so entstehen keine weiteren Kosten, da dieser bereits Beiträge bezahlt.
Nur wenige Wochen später wurde bekannt wie sehr das marode System generalüberholt wurde. Halbsoviel.
**************************************************
Kann es für Probleme nicht ein Mal anständige Lösungen geben? Muss es immer nur halb gemacht werden? Gesetze erweitert, verändert, überarbeitet und wenige Jahre später nochmals überarbeitet werden, weil man es damals nicht mit letzter Konsequenz gemacht hat? Was würde man nicht alles einem Arzt vorwerfen, der nur den halben Tumor, statt den ganzen entfernt? Was wäre gewesen, wenn man auf halbem Wege der industriellen Revolution stop gemacht hätte? Was wäre, wenn es nur einen halben Sarg gäbe, weil die Hinterbliebenen nicht genug finanzielle Mittel hatten? Was wäre wenn wir alle nur halb soviel leisten, wie bisher? Was wäre, wenn Politiker-Gehälter auf ein Normalmaß gesenkt werden nach ihrer Abdankung?
Was wäre, wenn statt halben Sachen, ganze gemacht werden? Würde die Gesellschaft eine nächste Stufe erreichen?
- Der Kreislauf der halben Sachen -
Der Werdegang des Kindes ist schnell erzählt, ja doppelt so schnell wie gewöhnliche Lebensläufe, denn er ist nur halb so lang. Es trank immer nur von einer Brust, es wurde nur halb so groß wie die anderen Kinder, es beherrscht nur das halbe ABC, es erblindete auf einem Auge, es isst immer nur die Hälfte von dem, was auf den Teller kommt, es machte irgendwie einen halben Abschluss in Politikwissenschafften, Germanistik, Informatik und Betriebswirtschaftslehre. Man fragte sich wie es das Kind doch nur soweit bringen konnte, mit seinem halb gehaltvollen Leben.
Man sagte diesem Menschen nun, dass er einmal vieles verändern könne. Der Mensch machte sich so gleich daran die Geschicke des Staates zu begutachten und philosophierte über mögliche Verbesserungen. Nach kurzer Zeit hatte der Mensch einen ersten Vorschlag.
"Wir sollten die GEZ reformieren. Ein längst überholtes Relikt, das wir seit vielen Jahren mit uns führen. Für jedes Gerät extra zahlen und doppelt abgreifen wenn "Junior" noch zu Hause wohnt, kann man nicht stehen lassen. Für Nebenwohnsitze auch Gebüren verlangen - aber etwas weniger als beim Hauptwohnsitz - sollte man auch mal überdenken."
Er sagte desweiteren, dass es ein gerechtes und einheitliches System werden müsse. Man muss sich auch mal trauen Veränderungen zu machen.
-> Ein Haushalt eine Anmeldung. Läuft auf den Namen des Haushaltführers ein Nebenhaushalt, so entstehen keine weiteren Kosten, da dieser bereits Beiträge bezahlt.
Nur wenige Wochen später wurde bekannt wie sehr das marode System generalüberholt wurde. Halbsoviel.
**************************************************
Kann es für Probleme nicht ein Mal anständige Lösungen geben? Muss es immer nur halb gemacht werden? Gesetze erweitert, verändert, überarbeitet und wenige Jahre später nochmals überarbeitet werden, weil man es damals nicht mit letzter Konsequenz gemacht hat? Was würde man nicht alles einem Arzt vorwerfen, der nur den halben Tumor, statt den ganzen entfernt? Was wäre gewesen, wenn man auf halbem Wege der industriellen Revolution stop gemacht hätte? Was wäre, wenn es nur einen halben Sarg gäbe, weil die Hinterbliebenen nicht genug finanzielle Mittel hatten? Was wäre wenn wir alle nur halb soviel leisten, wie bisher? Was wäre, wenn Politiker-Gehälter auf ein Normalmaß gesenkt werden nach ihrer Abdankung?
Was wäre, wenn statt halben Sachen, ganze gemacht werden? Würde die Gesellschaft eine nächste Stufe erreichen?
- Der Kreislauf der halben Sachen -
... link (0 Kommentare) ... comment
Montag, 3. Mai 2010
Im Staatsdienst die Identität verloren?
frank_lupin, 00:32h
Auch in diesem Jahr wurde der 1. Mai zu zahlreichen Demonstrationen und entsprechenden Gegendemonstrationen genutzt. Immer mehr gehen auf die Straße, um ihren Protest kundzutun. Demonstrationen gegen Castortransporte, Rechtsextremismus, und vielem mehr, zeigen uns die vielen "Feindbilder", die heute existieren.
Ich finde es wichtig und richtig, dass, wie bereits seit Jahren, weiterhin gegen Rechtsextremismus und Castortransporte demonstiert wird. Mich selbst bezeichne ich nicht gerade als politisch engagiert, aber ich befürworte die zahlreichen Gegenaktionen, welche nicht mehr nur mit Hilfe von und durch Gewalt agieren.
Bei angemeldeten Rechts-Demos gibt es des öfteren Gegendemonstrationen, die durch das Recht auf freie Meinungsäußerung erlaubt sind, jedoch die eigentlich geplante Demonstration nicht behindern dürfen. Viele Mitbürger entschließen sich jedoch - der möglichen Strafe bewusst - dazu, die Demonstration aufzuhalten und versuchen dies durch den weitgehend friedlichen Weg der Sitzblockade.
Hätten wir diese Menschen nicht in unserer Mitte, könnten Rechtsextreme ungestört durch unsere Straßen ziehen und ihre Reihen erweitern.
Wolfgang Thierse hatte sich, neben vielen anderen Bürgern und Politikern, dieses Jahr auch zu eben dieser Möglichkeit entschlossen. Nun drohen ihm die Strafen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,692543,00.html
Sein Verhalten als "Vertreter von Verfassungsorganen" sei "würdelos" und "unverantwortlich". Verlieren unsere Politiker durch die Ausübung ihres Amtes das Recht auf solch eine Art Meinungsfreiheit?
Ich finde es wichtig und richtig, dass, wie bereits seit Jahren, weiterhin gegen Rechtsextremismus und Castortransporte demonstiert wird. Mich selbst bezeichne ich nicht gerade als politisch engagiert, aber ich befürworte die zahlreichen Gegenaktionen, welche nicht mehr nur mit Hilfe von und durch Gewalt agieren.
Bei angemeldeten Rechts-Demos gibt es des öfteren Gegendemonstrationen, die durch das Recht auf freie Meinungsäußerung erlaubt sind, jedoch die eigentlich geplante Demonstration nicht behindern dürfen. Viele Mitbürger entschließen sich jedoch - der möglichen Strafe bewusst - dazu, die Demonstration aufzuhalten und versuchen dies durch den weitgehend friedlichen Weg der Sitzblockade.
Hätten wir diese Menschen nicht in unserer Mitte, könnten Rechtsextreme ungestört durch unsere Straßen ziehen und ihre Reihen erweitern.
Wolfgang Thierse hatte sich, neben vielen anderen Bürgern und Politikern, dieses Jahr auch zu eben dieser Möglichkeit entschlossen. Nun drohen ihm die Strafen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,692543,00.html
Sein Verhalten als "Vertreter von Verfassungsorganen" sei "würdelos" und "unverantwortlich". Verlieren unsere Politiker durch die Ausübung ihres Amtes das Recht auf solch eine Art Meinungsfreiheit?
... link (0 Kommentare) ... comment
Samstag, 1. Mai 2010
Ja, ich lese Günter Grass
frank_lupin, 22:12h
Die Schule mit Pflichtlektüre liegt bereits lange hinter mir. Ich war nicht immer glücklich mit den auferlegten Büchern, die es nicht nur zu lesen, sondern auch zu durchdringen galt. Vielleicht kam es daher, dass ich nach der Schule eine Zeit lang wenig gelesen habe, um nicht zu sagen gar nicht. Irgendwann hat die Welt des Schwarz-auf-Weiß wieder an meine Tür geklopft. Zunächst nur leise und unscheinbar, dann immer bestimmter. Ich ließ sie erst eine Weile klopfen, bevor ich sie herein gelassen habe. Immerhin waren es 27, rein schwarz gekleidete Buchstaben, die auf einer weißen Rolle, wie auf einer Perlenkette aufgereiht, hintereinander schritten, standen und warteten.
Sie haben mich dann in meiner Wohnung schlicht weg "vom Hocker gehauen". Allein die Kombinationsmöglichkeiten waren bereits erstaunlich. Als ich schließlich noch von den unterschiedlichsten Formen, wie Verben, Substantive, Suffixe, Fälle und vieles mehr gehört hatte, da sie mir - in voller Zahl erschienen - alles verbildlichten und sich zu immer neuen Gruppen zusammen schlossen, war es so weit, dass ich von meinem Stuhl fiel. Von diesem Ereignis beeindruckt, war bald das erste Buch wieder in meinen Händen.
Mir ist bisher nicht klar warum, aber ich entwickelte eine kleine Vorliebe für Günter Grass oder auch Edgar Hilsenrath.
Wenn mich heute Freunde oder Bekannte mit derartigen Büchern sehen, fragen sie schief schauend:
"Wie, du liest Günter Grass? Freiwillig??"
Da sich diese Fragerei häuft, sage ich es euch klipp und klar:
Ja, ich lese Günter Grass!
Sie haben mich dann in meiner Wohnung schlicht weg "vom Hocker gehauen". Allein die Kombinationsmöglichkeiten waren bereits erstaunlich. Als ich schließlich noch von den unterschiedlichsten Formen, wie Verben, Substantive, Suffixe, Fälle und vieles mehr gehört hatte, da sie mir - in voller Zahl erschienen - alles verbildlichten und sich zu immer neuen Gruppen zusammen schlossen, war es so weit, dass ich von meinem Stuhl fiel. Von diesem Ereignis beeindruckt, war bald das erste Buch wieder in meinen Händen.
Mir ist bisher nicht klar warum, aber ich entwickelte eine kleine Vorliebe für Günter Grass oder auch Edgar Hilsenrath.
Wenn mich heute Freunde oder Bekannte mit derartigen Büchern sehen, fragen sie schief schauend:
"Wie, du liest Günter Grass? Freiwillig??"
Da sich diese Fragerei häuft, sage ich es euch klipp und klar:
Ja, ich lese Günter Grass!
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 21. April 2010
Als Zombie unterwegs - unbezahlte Praktika
frank_lupin, 02:35h
Den Abschluss so gut wie in der Tasche, da nur noch eine Note fehlt, begibt man sich auf die Suche nach einem Praktikum, um in das Berufsleben einsteigen zu können. "Aller Anfang ist schwer." ABER HALLO kann ich nur sagen.
Beispiel:
40 Stunden-Woche; Teilnahme an Veranstaltungen (wochentags nach der Arbeitszeit, als auch an Wochenenden, und auch außerhalb der Stadt); bei letzterem bekäme man seine Reisekosten zurück.
Bezahlung? Na klar, der feuchte Händedruck am Morgen.
Man schuftet sich dann als Vollzeitkraft (+ mehr) die Hacken wund und bekommt nichts - nicht mal eine Aufwandsentschädigung.
Soll ich als Zombie durch die Gegend laufen? Denn ohne Geld in den Taschen kann ich auch nichts erwerben. Und da es immer eine knüppeldicke Woche wird, gibt es auch keine Zeit einen Nebenjob mit kleinem Einkommen zu betreiben.
Ehrlich mal, sowas kann sich doch heute kein Mensch mehr leisten. Ich finde das über alle Maßen ausbeuterisch und scheue nicht den waaghalsigen Vergleich der Sklaverei. Dass sich anerkannte Unternehmen und staatliche Einrichtungen so etwas erlauben können und immer wieder machen, finde ich wirklich untragbar. Mal sehen, wie es weiter geht. Vielleicht muss man doch den Pfad des Zombies beschreiten.
Beispiel:
40 Stunden-Woche; Teilnahme an Veranstaltungen (wochentags nach der Arbeitszeit, als auch an Wochenenden, und auch außerhalb der Stadt); bei letzterem bekäme man seine Reisekosten zurück.
Bezahlung? Na klar, der feuchte Händedruck am Morgen.
Man schuftet sich dann als Vollzeitkraft (+ mehr) die Hacken wund und bekommt nichts - nicht mal eine Aufwandsentschädigung.
Soll ich als Zombie durch die Gegend laufen? Denn ohne Geld in den Taschen kann ich auch nichts erwerben. Und da es immer eine knüppeldicke Woche wird, gibt es auch keine Zeit einen Nebenjob mit kleinem Einkommen zu betreiben.
Ehrlich mal, sowas kann sich doch heute kein Mensch mehr leisten. Ich finde das über alle Maßen ausbeuterisch und scheue nicht den waaghalsigen Vergleich der Sklaverei. Dass sich anerkannte Unternehmen und staatliche Einrichtungen so etwas erlauben können und immer wieder machen, finde ich wirklich untragbar. Mal sehen, wie es weiter geht. Vielleicht muss man doch den Pfad des Zombies beschreiten.
... link (2 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 1. April 2010
Tiefes Durchatmen
frank_lupin, 11:46h
Heute ist es mein 60ter geworden. Ich komme nicht um hin, einzusehen, dass es auch gleichzeitig eine Tiefphase ist. Obwohl man täglich Zeit hätte, schwirren meine Gedanken doch immer um etwas ganz Anderes herum. Die Zeit vergeht währendessen so schnell, dass ich, kaum den Morgenkaffee angesetzt, schon wieder im abendlichen Bett liege. Da kommt dann plötzlich das Tages-Resumee und ich weiß, was ich vergessen habe.
Das ist auch so eine Besonderheit. Wenn ich ins Bett gehe, fallen mir tausend Sachen ein, die man schreiben könnte und ich notiere sie mir auf einem innerlichen Notizblock. Am nächsten Morgen ist es kein Notizblock mehr, sondern ein Stapel "Abreiß-Klebe-Blättchen", auf dem das erste Blatt abgezogen worden ist. Alles ist weg, nichts ist mehr da. Im Lauf des Tages kann man versuchen, diese Notizen wieder zu finden, doch das Glück habe ich nur in den seltensten Fällen.
Vielleicht sollte ich mir eine kleine Tafel an die Wand neben meinem Bett hängen, auf der ich abends meine Ideen festhalten kann. Ob das Geräusch der Kreide dann allerdings meine Freundin glücklich macht, wage ich zu bezweifeln.
Heut ist aber erstmal der 1te April und das sollte ich nach dem Schreiben hier noch nutzen. Kommt schließlich nur jedes Jahr einmal, dieser Tag.
Das ist auch so eine Besonderheit. Wenn ich ins Bett gehe, fallen mir tausend Sachen ein, die man schreiben könnte und ich notiere sie mir auf einem innerlichen Notizblock. Am nächsten Morgen ist es kein Notizblock mehr, sondern ein Stapel "Abreiß-Klebe-Blättchen", auf dem das erste Blatt abgezogen worden ist. Alles ist weg, nichts ist mehr da. Im Lauf des Tages kann man versuchen, diese Notizen wieder zu finden, doch das Glück habe ich nur in den seltensten Fällen.
Vielleicht sollte ich mir eine kleine Tafel an die Wand neben meinem Bett hängen, auf der ich abends meine Ideen festhalten kann. Ob das Geräusch der Kreide dann allerdings meine Freundin glücklich macht, wage ich zu bezweifeln.
Heut ist aber erstmal der 1te April und das sollte ich nach dem Schreiben hier noch nutzen. Kommt schließlich nur jedes Jahr einmal, dieser Tag.
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 23. März 2010
Jedes Jahr die gleiche Erkenntnis.
frank_lupin, 19:26h
Kaum kommen die ersten warmen und langanhaltenden Sonnenstrahlen bis zu uns durch, will man wieder Bäume ausreißen. Toll! Es passte also wie die Faust aufs Auge, dass auch meine bessere Hälfte mal etwas Zeit hatte. Naja, vielleicht nicht so viel Zeit, aber die paar Sonnenstrahlen mussten wir einfach gemeinsam erhaschen. Schließlich arbeitet es sich auch viel besser, wenn man gut gelaunt ist und die Vitamin D Produktion wieder in die Gänge kommt. Wir schnappten uns kurzerhand ein paar Kleinigkeiten, die wir in meinen Rucksack beförderten und machten uns daran, die Räder zu entstauben. Einmal kurz drüber gepustet. Fertig.
"Wohin?"
"Hmm, lass mal irgendwo an die Elbe fahren."
5 Minuten später waren wir an der Elbe entlang unterwegs und kurze Zeit später hatten wir auch ein Fleckchen zum Ausbreiten gefunden. Dort die Decke mit einem Schnalzer schnell entfaltet und ausgebreitet. Was sich allerdings leichter anhört, als es letztendlich war. Matschige Wiese, die zu guten Teilen mit Tretmienen geteert war. Aber davon lassen wir uns nicht abschrecken! Hehe...
Herrlich war es, als wir da so gesessen haben und Klärchen uns auf den Buckel geschienen, ja förmlich gebrannt hat. Mit reichlich Energie aufgetankt, ging es zu der, nicht weit entfernten, Baumgruppe, denn ich hatte ja noch etwas vor. Meine Arme haben den Baum fest umschlungen, nachdem ich in die Hocke gegangen war. Nun, Konzentration. Kräfte sammeln, denn einen Baum reißt man nicht alle Tage aus! Die Gedanken hatten sich schon eins ins Fäustchen gelacht, aber das war mir in diesem Moment egal.
Da wir doch nicht so allein waren, wie eigentlich angenommen, müssen einige Passanten einen komischen Eindruck von mir gewonnen haben, als sie mich in dieser Hockhaltung am Baum klebend gesehen haben. Aber ich bin ja froh, dass keiner gerufen hat:
"Noch nie im Wald k..... gewesen was?!"
Worauf ich entgegnet hätte:
"Hau bloß ab oder ich schmeiß den Baum auf dich!"
Kam aber nicht dazu. Machte wohl einen zu kümmerlichen Eindruck.
Nach der kleinen Konzentrationsphase hatte ich schließlich zum Ausreißen angesetzt - vergeblich. Das sture Ding wehrte sich, indem es sich mit seinen Wurzeln, wie Füßen, im Erdboden festkrallte. Alles Ziehen und Fluchen, wieder ziehen und fluchen half nichts. Ich gab mich aber nicht geschlagen und knickte dem Baum zur Strafe einen Ast um. "Pah!" dachte ich mir. "Pah!" dachte wahrscheinlich auch der Baum.
Baum: "Oh Mann, wer hat bloß diesen Spruch in die Welt gesetzt, jedes Jahr das Gleiche."
Etwas geschmälter marschierte ich zur Decke zurück und genoss noch einige Minuten das Sonnenbad, bevor es wieder nach Hause ging.
Lasst euch also sagen: "Bäume ausreißen klappt nicht, ich habs probiert." ;-)
"Wohin?"
"Hmm, lass mal irgendwo an die Elbe fahren."
5 Minuten später waren wir an der Elbe entlang unterwegs und kurze Zeit später hatten wir auch ein Fleckchen zum Ausbreiten gefunden. Dort die Decke mit einem Schnalzer schnell entfaltet und ausgebreitet. Was sich allerdings leichter anhört, als es letztendlich war. Matschige Wiese, die zu guten Teilen mit Tretmienen geteert war. Aber davon lassen wir uns nicht abschrecken! Hehe...
Herrlich war es, als wir da so gesessen haben und Klärchen uns auf den Buckel geschienen, ja förmlich gebrannt hat. Mit reichlich Energie aufgetankt, ging es zu der, nicht weit entfernten, Baumgruppe, denn ich hatte ja noch etwas vor. Meine Arme haben den Baum fest umschlungen, nachdem ich in die Hocke gegangen war. Nun, Konzentration. Kräfte sammeln, denn einen Baum reißt man nicht alle Tage aus! Die Gedanken hatten sich schon eins ins Fäustchen gelacht, aber das war mir in diesem Moment egal.
Da wir doch nicht so allein waren, wie eigentlich angenommen, müssen einige Passanten einen komischen Eindruck von mir gewonnen haben, als sie mich in dieser Hockhaltung am Baum klebend gesehen haben. Aber ich bin ja froh, dass keiner gerufen hat:
"Noch nie im Wald k..... gewesen was?!"
Worauf ich entgegnet hätte:
"Hau bloß ab oder ich schmeiß den Baum auf dich!"
Kam aber nicht dazu. Machte wohl einen zu kümmerlichen Eindruck.
Nach der kleinen Konzentrationsphase hatte ich schließlich zum Ausreißen angesetzt - vergeblich. Das sture Ding wehrte sich, indem es sich mit seinen Wurzeln, wie Füßen, im Erdboden festkrallte. Alles Ziehen und Fluchen, wieder ziehen und fluchen half nichts. Ich gab mich aber nicht geschlagen und knickte dem Baum zur Strafe einen Ast um. "Pah!" dachte ich mir. "Pah!" dachte wahrscheinlich auch der Baum.
Baum: "Oh Mann, wer hat bloß diesen Spruch in die Welt gesetzt, jedes Jahr das Gleiche."
Etwas geschmälter marschierte ich zur Decke zurück und genoss noch einige Minuten das Sonnenbad, bevor es wieder nach Hause ging.
Lasst euch also sagen: "Bäume ausreißen klappt nicht, ich habs probiert." ;-)
... link (0 Kommentare) ... comment
Montag, 15. März 2010
Dem Film einfach das Ende klauen.
frank_lupin, 00:46h
Bääää.
Ich zeige mich empört!
PFUI! PFUI! PFUI!
Da kommt endlich mal ein guter Film im TV - zumindest für meinen Geschmack - und dann wird dem auch noch gnadenlos das Ende geklaut.
Super Pro7, echt toll.
Warum kehrt man das unter den Teppich. Ist es so unbedeutend? Hat Pro7 keine 2Minuten mehr um dem Film das Ende zu lassen?
EDIT: "(...) Zehn Jahre später stehen Elizabeth und ihr Sohn an einer Klippe und warten auf Will, der sich mit der Flying Dutchman der Küste nähert. Die Szene wird erleuchtet von dem Grünen Blitz, der das Zurückkehren einer Seele aus dem Reich der Toten ankündigt."
http://de.wikipedia.org/wiki/Pirates_of_the_Caribbean_%E2%80%93_Am_Ende_der_Welt
Irgendwie hatte ich verpasst, dass es nun doch einen 4ten Teil - den dann sogar in 3D - geben soll, welcher mittlerweile wohl auf der Kippe steht und von der Jungbrunnen-Suche handeln soll.
Nun aber endgültig: finished.
Ich zeige mich empört!
PFUI! PFUI! PFUI!
Da kommt endlich mal ein guter Film im TV - zumindest für meinen Geschmack - und dann wird dem auch noch gnadenlos das Ende geklaut.
Super Pro7, echt toll.
Warum kehrt man das unter den Teppich. Ist es so unbedeutend? Hat Pro7 keine 2Minuten mehr um dem Film das Ende zu lassen?
EDIT: "(...) Zehn Jahre später stehen Elizabeth und ihr Sohn an einer Klippe und warten auf Will, der sich mit der Flying Dutchman der Küste nähert. Die Szene wird erleuchtet von dem Grünen Blitz, der das Zurückkehren einer Seele aus dem Reich der Toten ankündigt."
http://de.wikipedia.org/wiki/Pirates_of_the_Caribbean_%E2%80%93_Am_Ende_der_Welt
Irgendwie hatte ich verpasst, dass es nun doch einen 4ten Teil - den dann sogar in 3D - geben soll, welcher mittlerweile wohl auf der Kippe steht und von der Jungbrunnen-Suche handeln soll.
Nun aber endgültig: finished.
... link (0 Kommentare) ... comment
Samstag, 13. März 2010
"Dänen lügen nicht"
frank_lupin, 20:12h
Kennt ihr noch diese drei Herren: Egon O. , Kjeld J. und Benny F.? Sie haben uns vor langer Zeit etwas vorgemacht, woran noch heute erinnert wird. War es auch immer das Gleiche, hat es trotzdem oder gerade deswegen Spaß gemacht, dies zu schauen.
Ich kann mich an ihre zahlreichen Versuche, an Geld zu gelangen, gut erinnern. "El cheffe", aka Egon O. , hatte die Planungen übernommen. Seine beiden Kollegen hatten jedoch oft Schwierigkeiten, dies auch in die Tat umzusetzen.
Na... schon eine Idee?
Die Reihe erlangte in verschiedenen Ländern - DDR, Polen, Dänemark - einen gewissen Berühmtheitsgrad. Ich möchte sogar so weit gehen und "Kultstatus" sagen. Die Geschichten fanden aber nicht überall Anklang.
Nun sind ein paar Jahre vergangen und eigentlich denkt man in keiner Sekunde mehr an diese Reihe. Ich auch nicht. Aber ich wurde daran erinnert, an einem doch recht bekannten Ostsee-Badeort. Wir waren gerade dabei, durch eben diesen zu laufen, als ich auf Folgendes aufmerksam wurde:

In diesem Sinne... ;-)
Ich kann mich an ihre zahlreichen Versuche, an Geld zu gelangen, gut erinnern. "El cheffe", aka Egon O. , hatte die Planungen übernommen. Seine beiden Kollegen hatten jedoch oft Schwierigkeiten, dies auch in die Tat umzusetzen.
Na... schon eine Idee?
Die Reihe erlangte in verschiedenen Ländern - DDR, Polen, Dänemark - einen gewissen Berühmtheitsgrad. Ich möchte sogar so weit gehen und "Kultstatus" sagen. Die Geschichten fanden aber nicht überall Anklang.
Nun sind ein paar Jahre vergangen und eigentlich denkt man in keiner Sekunde mehr an diese Reihe. Ich auch nicht. Aber ich wurde daran erinnert, an einem doch recht bekannten Ostsee-Badeort. Wir waren gerade dabei, durch eben diesen zu laufen, als ich auf Folgendes aufmerksam wurde:

In diesem Sinne... ;-)
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 10. März 2010
Mein Schreibtisch-Mysterium
frank_lupin, 15:24h
Es ist wiedermal aufgetreten - mein Schreibtisch-Mysterium. In Gedanken schaue ich die vergangenen Tage und Wochen zurück, bis ich den Tag sehe, an dem ich ihn das letzte mal aufgeräumt hatte. Eigentlich gar nicht mal lange her - keine 3 Wochen, eher knappe 2 Wochen. Ich hatte den alten Haudegen erstmal von all seinen Lasten befreit und diese dem Boden anvertraut. Das einzig unpraktische an der ganzen Geschichte, mein Schreibtisch steht vom Fenster her in den Raum hinein. Natürlich habe ich den ganzen Schutt nicht zum Fenster hin auf den Boden verlagert, denn vielleicht will man in 2 Stunden mal das Fenster aufmachen, nachdem man vom Putzen erschöpft ist. Nein, ich musste den Weg zu meinem Schreibtisch völlig verbauen - zumüllen. Hmm, war natürlich etwas ungeschickt.
Da wurde mir mal wieder bewusst, warum ich 1,87m groß bin und lange Beine bekommen habe. Nicht um schnell laufen zu können, nicht um gut auszusehen - weil gänzlich ohne Beine das menschliche Bild geschädigt wäre -, nicht um alle anderen überblicken zu können, einzig dafür, um über geschaffene Müllberge hinweg zu steigen.
Als ich die Gipfel - während ich über sie hinweg stieg - unter mir vorbei ziehen sah, war klar dass sie dort nicht lange würden bleiben können. Nun war es aber erstmal wichtig den Tisch zu putzen und dafür brauchte ich eine Schüssel voll Seifenwasser. Die feine Staubschicht wegzubekommen, war gar nicht mal so einfach. Ein paar Sachen standen noch auf dem Schreibtisch und mussten daher immer wieder verlagert werden, damit auch andere Ecken des Tisches geputzt werden konnten.
Der Tisch war also wieder sauber und ich machte mich daran, die von mir erschaffenen Gipfel einzureißen und abzutragen. Im Nachhinein war ich etwas erstaunt wie schnell das von der Hand ging.
Mein Schreibtisch schimmerte wieder in den wenigen Sonnenstrahlen dieses - nun bereits lang vergangenen - Tages. Wenn ich daran denke und mir den aktuellen Zustand wieder vergegenwärtige, frage ich mich, wie der schon wieder so aussehen kann? Gerade mal die Tastatur und Maus konnten ihren Platz, neben all den anderen Dingen, behaupten. Ansonsten lässt nichts darauf schließen, dass mein Schreibtisch kürzlich erst geputzt wurde...
Da wurde mir mal wieder bewusst, warum ich 1,87m groß bin und lange Beine bekommen habe. Nicht um schnell laufen zu können, nicht um gut auszusehen - weil gänzlich ohne Beine das menschliche Bild geschädigt wäre -, nicht um alle anderen überblicken zu können, einzig dafür, um über geschaffene Müllberge hinweg zu steigen.
Als ich die Gipfel - während ich über sie hinweg stieg - unter mir vorbei ziehen sah, war klar dass sie dort nicht lange würden bleiben können. Nun war es aber erstmal wichtig den Tisch zu putzen und dafür brauchte ich eine Schüssel voll Seifenwasser. Die feine Staubschicht wegzubekommen, war gar nicht mal so einfach. Ein paar Sachen standen noch auf dem Schreibtisch und mussten daher immer wieder verlagert werden, damit auch andere Ecken des Tisches geputzt werden konnten.
Der Tisch war also wieder sauber und ich machte mich daran, die von mir erschaffenen Gipfel einzureißen und abzutragen. Im Nachhinein war ich etwas erstaunt wie schnell das von der Hand ging.
Mein Schreibtisch schimmerte wieder in den wenigen Sonnenstrahlen dieses - nun bereits lang vergangenen - Tages. Wenn ich daran denke und mir den aktuellen Zustand wieder vergegenwärtige, frage ich mich, wie der schon wieder so aussehen kann? Gerade mal die Tastatur und Maus konnten ihren Platz, neben all den anderen Dingen, behaupten. Ansonsten lässt nichts darauf schließen, dass mein Schreibtisch kürzlich erst geputzt wurde...
... link (1 Kommentar) ... comment
Samstag, 6. März 2010
Ein sommergünes Viereck auf dem flächig weißen Märzboden....
frank_lupin, 15:33h
Ich bin bereit. Habe mir eine kurze Hose angezogen, ein T-shirt übergestreift, die Halbschuhe rausgekramt, mir eine Sonnenbrille geschnappt und auf die Nase transferiert, um mein Outfit abzurunden. Die erste Schicht Sonnenmilch zieht bereits in die Haut ein und soll mein Tattoo vor der UV-Strahlung bewahren, damit es auch morgen noch aussieht, wie kürzlich gestochen. Fast fertig! Noch schnell den Rucksack geschnappt, das unkaputtbare Ding, was für alles gerade stehen muss, sich für jeden Ausflug bereit halten muss, nie gepflegt wird und doch der beste Rucksack ist, den ich seit Langem besitze. Während ich vom Schreibtisch zur Wohnungstür gehe, schnappe ich mir mein Buch, meine Flasche Wasser, mein Handy, meine Schlüssel, eine Decke und verstaue alles in dem hoch geschätzten alten Vielfraß, der sich Rucksack nennt.
5 Minuten später sitze ich auf meinem Fahrrad, trampelnd, nach vorn schauend, meinen Weg suchend, obwohl ich ihn doch schon kenne. Bewege mich durch den Verkehr, schlängle mein Bike und mich um Fußgänger und Touristen in der Fußgängerzone herum, fahre kreuz und quer, fahre auch dort wo ich es nicht darf. Um mich rum wird es langsam stiller, ruhiger, einsam. Erst verschwinden die vielen Autos mit ihren teils genervten, teils unachtsamen Fahrern, weil sie nicht so recht vorankommen im Verkehr der Großstadt. Dann gibt es nur noch wenige, vereinzelte Fußgänger, die sich eher verlaufen haben, als dass sie bewusst hier hergekommen sind. Wahrscheinlich die letzten Überlebenden, welche sich vor den innerstädtischen Großfußtramplern - die ohne Rücksicht auf Andere ihr Territorium beschreiten - hierher gerettet haben, als sie in alle Richtungen verstreut vor ihnen geflohen sind. Touristen habe ich jetzt eine Weile nicht mehr gesehen, weil sie außerhalb der Ballungszentren oft nicht überlebungsfähig sind. Ich bin also allein, fast allein.
Keine 10 Minuten später ist es völlig still um mich herum geworden. Bin aus der Stadt hinaus gefahren, am Fluss entlang, welcher derzeit wieder viel Wasser führt, da die Schneeschmelze eingesetzt hat. Mein Ziel sehe ich bereits. Als ich es erreiche, packe und breite ich die Decke aus, hole mein Wasser und das Buch raus und lege sie auf die Decke, in die obere rechte Ecke. Streife mein Shirt ab, ziehe meine, noch gar nicht mal so alten, Schuhe aus. Stelle die Schuhe an das untere Ende, lege das Shirt ans entgegengesetzte. Ich mache alles ohne Hektik, ohne Stress, ohne beobachtet zu werden. Es ist herrlich, die Sonnenstrahlen auf dem Körper zu spüren, zu erfühlen wie sie über ihn drüber wandern. Das lässt mich ein kurzes Zwiegespäch mit Klärchen führen, indem wir über ihre heutigen Sonnenstunden und meinen wunderbaren Ort reden. Um sie noch etwas mehr anzuspornen, rufe ich ihr zum Schluss zu: "Sonne, mach mich Neger, Danke!"
Nach ein paar Stunden des Sonnenbades verabschiede ich mich von ihr. Habe bereits gepackt und sitzte auf meinem Rad, als ich zu ihr meine, dass wir uns bestimmt bald wieder sehen werden. Nun trampele ich los in Richtung zu Hause und hinterlasse ein sommergünes Viereck auf dem flächig weißen Märzboden....
5 Minuten später sitze ich auf meinem Fahrrad, trampelnd, nach vorn schauend, meinen Weg suchend, obwohl ich ihn doch schon kenne. Bewege mich durch den Verkehr, schlängle mein Bike und mich um Fußgänger und Touristen in der Fußgängerzone herum, fahre kreuz und quer, fahre auch dort wo ich es nicht darf. Um mich rum wird es langsam stiller, ruhiger, einsam. Erst verschwinden die vielen Autos mit ihren teils genervten, teils unachtsamen Fahrern, weil sie nicht so recht vorankommen im Verkehr der Großstadt. Dann gibt es nur noch wenige, vereinzelte Fußgänger, die sich eher verlaufen haben, als dass sie bewusst hier hergekommen sind. Wahrscheinlich die letzten Überlebenden, welche sich vor den innerstädtischen Großfußtramplern - die ohne Rücksicht auf Andere ihr Territorium beschreiten - hierher gerettet haben, als sie in alle Richtungen verstreut vor ihnen geflohen sind. Touristen habe ich jetzt eine Weile nicht mehr gesehen, weil sie außerhalb der Ballungszentren oft nicht überlebungsfähig sind. Ich bin also allein, fast allein.
Keine 10 Minuten später ist es völlig still um mich herum geworden. Bin aus der Stadt hinaus gefahren, am Fluss entlang, welcher derzeit wieder viel Wasser führt, da die Schneeschmelze eingesetzt hat. Mein Ziel sehe ich bereits. Als ich es erreiche, packe und breite ich die Decke aus, hole mein Wasser und das Buch raus und lege sie auf die Decke, in die obere rechte Ecke. Streife mein Shirt ab, ziehe meine, noch gar nicht mal so alten, Schuhe aus. Stelle die Schuhe an das untere Ende, lege das Shirt ans entgegengesetzte. Ich mache alles ohne Hektik, ohne Stress, ohne beobachtet zu werden. Es ist herrlich, die Sonnenstrahlen auf dem Körper zu spüren, zu erfühlen wie sie über ihn drüber wandern. Das lässt mich ein kurzes Zwiegespäch mit Klärchen führen, indem wir über ihre heutigen Sonnenstunden und meinen wunderbaren Ort reden. Um sie noch etwas mehr anzuspornen, rufe ich ihr zum Schluss zu: "Sonne, mach mich Neger, Danke!"
Nach ein paar Stunden des Sonnenbades verabschiede ich mich von ihr. Habe bereits gepackt und sitzte auf meinem Rad, als ich zu ihr meine, dass wir uns bestimmt bald wieder sehen werden. Nun trampele ich los in Richtung zu Hause und hinterlasse ein sommergünes Viereck auf dem flächig weißen Märzboden....
... link (0 Kommentare) ... comment
... nächste Seite